Ernst Koller war ein bedeutender Unternehmer, Erfinder und Konstrukteur. Er gründete 1932 eine Metallbaufirma mit Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland und Frankreich, von denen welche noch heute in ihren Grundzügen existieren. Nebenbei war Ernst Koller Designer und Regisseur. Mit den über 150 angemeldeten nationalen und internationalen Patentschriften und seinen Erfindungen prägte er weltweit in den unterschiedlichsten Lebensbereichen.
Lebenslauf von Erst Koller (1900 -2002) Zitat: „Seine Arbeit soll von Sinn erfüllt und in den Dienst eines Ganzen gestellt sein.“ Stationen von Ernst Koller
| 1900 | Geboren und aufgewachsen in Winterthur |
| 1915-18 | Bauschlosserlehre in Töss bei Winterthur |
| 1917 | Erste Erfindung: Streckapparat für einen Kollegen, der zu klein war, um Tramführer zu werden |
| 1919 | Angestellt bei der Schweiz. Lokomotiv- und Maschinenfabrik in Winterthur |
| 1926 | Eintragung des ersten Patents: Schlacken- und Zementsteinmaschine. Tod des Vaters. Koller übernimmt die Rolle des Familienoberhaupts in der fünfköpfigen Familie |
| 1927 | Angestellt als Betriebsleiter bei der Firma Volkmer in Basel |
| Ausführung Innenausstattung Villa Lilienhof, Basel und Haus Huber, Riehen | |
| 1932 | Gründung eigener Firma KO-ER in Basel, 22 Angestellte mit Neubau an der Holeestrasse |
| 1934 | Heirat mit Hertie Ritter |
| 1940 | Aufkommende Metall- und Glasarchitektur mit subtilen, eleganten Profilierungen. Ernst Koller entwickelt neue Konstruktionen für Fenster in Stahl, Bronze und Aluminium |
| 1941 | Tragbahre für Armee und Anhänger aus Restmaterial, um Verletzte zu transportieren |
| 1943 | Metallbau Koller Lizenzen in England, Afrika, Brasilien, Niederlanden |
| 1947-48 | Expansion der Firma KO-ER |
| 1947 | „Markforschungsreise“ in Südafrika mit Schweizer Konsul Schumacher. Von Afrika aus sollen andere Einzugsgebiete erschlossen werden. Unterfangen Afrika erwies sich als grosse Entäuschung und gesundheitliches Risiko. |
| Rio de Janeiro: Roche-Bau. Die in Basel vorfabrizierten Profile werden in Rio de Janeiro mit eigens entwickelter Hydraulikpressen zum fertigen Rahmen zusammengefügt. System wird noch heute weltweit angewandt. | |
| 1948 | „Koller Africa Inc.“ Fabrikplanung bei Cape Town wird zu einem Misserfolg. Später Erfolg mit „Afrikageschäft“: Fassadenbau für die Provincal Administration in Pretoria: 100 Aluminium. |
| 1950 | Anmeldung von über 100 Patenten. Der Name Ernst Koller und seine Firma KO-ER erobert die Welt der Metallarchitektur. |
| Erste Ganzmetallfassade: | |
| • Fassade für das Centro Svizzero, Mailand | |
| • Pirelli Hochhaus, Mailand | |
| • PKZ Gebäude, Bahnhofstr., Zürich | |
| • Verwaltungsbau Nestlé, Vevey | |
| • Central Bank of Iraq, Bagdad | |
| 1957 | 25-jähriges Firmenjubiläum |
| 1959 | Teilabgabe des Geschäfts und Bau eines Eigenheims in Binningen |
| 1960 | Reise nach Afrika als Tourist |
| 1978 | World Trade Center, Genf |
| 1980 | Endgültiger Rücktritt aus der Firma |
| 1993 | Tod der Ehefrau Hertie |
| 1997 | 300 gängige Profile werden durch vier perfekt aufeinander abgestimmte Profile ersetzt. |
| 2000 | Patentantrag für eine Gebäudeskelett-Profilschiene |
| Ein einziges Presswerkprofil, mit welchem Bungalows, mehrstöckige Bauten, Schlafstätten, Schulen, Spitäler, Sport- Betriebs- und Lagerhallen rasch und kostengünstig errichtet werden können. | |
| 2002 | Tod von Ernst Koller |
Aus Lebenswerk Ernst Koller (1990-2000)